Weitere staatliche Unterstützung: Überbrückungshilfe geht weiter!

Corona-Wirtschaftshilfen werden bis Ende März 2022 verlängert.

  

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin vor immense Herausforderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben deshalb erneut eine weitere Phase der Überbrückungshilfen eingeläutet ➔ Der Bund hat im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November zugesagt, die Überbrückungshilfe (einschließlich der Neustarthilfe) bis 31. März 2022 zu verlängern.  Die bisherige Überbrückungshilfe III Plus wird nun im Wesentlichen als Überbrückungshilfe IV bis Ende März 2022 fortgeführt. Unternehmen erhalten über die Überbrückungshilfe IV weiterhin die Erstattung von Fixkosten. Auch die Neustarthilfe für Soloselbständige wird bis zum Jahresende als Neustarthilfe Plus weitergeführt.

  

Wer kann die Unterstützung beantragen?

Das Programm richtet sich an Unternehmen, einschließlich gemeinnütziger Unternehmen und Vereine, und im Haupterwerb tätige Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe aller Wirtschaftsbereiche mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland.

Grundlegende Antragsvoraussetzung ist weiterhin ein durch Corona bedingter Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019.

  

Was wird gefördert?

Erstattungsfähig sind Fixkosten wie Mieten, Grundsteuer oder Personalaufwendungen - zum Beispiel aber auch Investitionen in die Digitalisierung oder Marketingkosten (einmalig bis zu 10.000€ erstattungsfähig).  Einige Beispiele für erstattungsfähige Kosten:

 

  • Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der ent­sprechenden Ausgaben im Jahre 2019 (abzüglich des bereits in der Überbrückungshilfe III beantragten Volumens). Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden, Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben für zwölf Monate in einem beliebigen Zeitraum seit Gründung.
  • Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops
  • Anschaffung von Hardware zur besseren Präsentation von Produkten im Online-Shop
  • Bearbeitung/Aktualisierung des Internetauftritts
  • Anschaffung von IT-Hardware und Software-Lizenzen zur Umsetzung von Homeoffice-Lösungen
  • Kosten für digitales Marketing (Social Media, SEO, SEA, e-Mail Marketing, etc.)
  • Kosten für die Betreuung von Social Media-Kanälen
  • Update von Softwaresystemen
  • Implementierung von Buchungs- und Reservierungssystemen
  • Digitalisierung der Informationsmappe / von Speisekarten
  • Hotellerie: Anschaffung von Hard- und Software für digitale Gästemappen, Imagefilme, Infobroschüren, Wellness- und Speisenangebote
  • App für Kundenregistrierung
  • Gästebindungsprogramme / Software inkl. Einrichtung und Schulung
  • Warenwirtschaftssystem

  

Wie kann ich teilnehmen? Fristen?

Um allen Antragstellern und prüfenden Dritten bessere Möglichkeiten zu geben, die Hilfsprogramme zu nutzen, werden mit der Verlängerung der Hilfen selbst auch die Fristen verlängert. Anträge für die laufende Überbrückungshilfe III Plus können bis zum 31. März 2022 gestellt werden und für die Einreichung der Schlussabrechnung für die bereits abgelaufenen Hilfsprogramme (Überbrückungshilfe I – III, November- und Dezemberhilfe) wird die Frist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Es ist zu beachten, dass grundsätzlich nur Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (prüfende Dritte) berechtigt sind, Anträge zu stellen. 

zur Pressemitteilung des Bundes